Themen

Concerto Köln

Am Scheideweg? – Gesprächsreihe zu Perspektiven der Alte-Musik-Bewegung

Teil 1: »In die Jahre gekommen« – Zur Geschichte der Bewegung: Anfänge, Konsolidierung, Professionalisierung, Untergang?

Seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert steht die »Historische Aufführungspraxis« im Spannungsfeld von Wiederentdeckung und Protest. War sie mit ihren Ideen und Methoden lange Zeit ein Außenseiter im klassischen Musikleben, ist sie heute im Kulturleben akzeptiert. Was bedeutet das für ihre Zukunft?

Ulrich Dibelius

Ligetis Horntrio

Bei einem Konzert, das der Südfunk Stuttgart aus Anlaß von Ligetis 60. Geburtstag veranstaltete, kommentierte der Komponist sein jüngstes Instrumentalwerk, das Trio für Violine, Hom und Klavier, lustvoll und absichtlich als konservativ. ...

Dieter Gutknecht

Die Wiederkehr des Vergangenen

Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik, II: Entwicklung ab dem Zweiten Weltkrieg

Mit dem zweiten Band der »Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik« liegt nun die Fortsetzung des ersten Teils vor, der 1993 in der 1. und 1997 in der überarbeiteten 2. Auflage erschien. Stand hier der Zeitraum vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg im Vordergrund, blickt Band 2 auf die Zeit von da an bis heute.

Raphael Smarzoch

Genaueste Handlungen unter den freiesten Bedingungen

Studien zum Werk von Christian Wolff

Der 1934 in Nizza geborene Komponist Christian Wolff bleibt im Vergleich zu seinen Zeitgenossen John Cage, Morton Feldman und Earle Brown ein Außenseiter, dessen Werk trotz seiner Vielschichtigkeit und gesellschaftlichen Relevanz bis heute nur wenig Beachtung findet. Die vorliegende Studie beabsichtigt, diesen Missstand zu beseitigen, und beleuchtet einige charakteristische Merkmale der Musik Christian Wolffs.

Dieter Gutknecht

Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik

Ein Überblick vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg

Wie alles begann: Das grundlegende Werk zum Thema »Alte Musik und ihre Aufführungspraxis«, basierend auf der 2. bearb. und erweit. Auflage. – Auszug: »Es hat den Anschein, als komme die Beschäftigung mit der musikalischen Aufführungspraxis in allen ihren wissenschaftlichen und praktischen Aspekten immer noch einer Wanderung auf nicht gesichertem Terrain gleich.«

Natalia Nowack

Soziologisches Paradigma in russischsprachiger Musikwissenschaft. Das erste Drittel des 20. Jahrhunderts

Die Beschaffenheit des Fachs »Musiksoziologie« im frühen 20. Jahrhundert ist bislang nur einseitig erforscht worden. Berücksichtigt wurden vor allem Ansätze west-europäischer Autoren, andere Konzepte wurden vernachlässigt. Die jüngste Analyse russischsprachiger Quellen zeigt, dass es in den 1920er-Jahren in Russland zu einer enormen Entwicklung musiksoziologischer Denkweise kam, die die Geschichte der Musiksoziologie im neuen Lichte erscheinen lässt. ...

Hans Heinrich Eggebrecht

Ad organum faciendum

Lehrschriften der Mehrstimmigkeit in nachguidonischer Zeit

Die vorliegende Arbeit behandelt jene Gruppe von Organum-Traktaten, in deren Mittelpunkt der Prosateil des bekannten sogenannten Mailänder Traktats steht ...

Eckhard Roch

Chroma – Color – Farbe

Ursprung und Funktion der Farbmetapher in der antiken Musiktheorie

Die musikalische Chromatik ist ein Phänomen, das regelmäßig in Umbruchsituationen der Musikgeschichte zu beobachten ist. Dabei haben die Begriffe »Chroma« und »Chromatik« ursprünglich nichts mit »Farbe« oder »Umfärbung« zu tun, sondern lassen sich auf einen metaphorischen Gebrauch in der Antike zurückführen. ...

Ewald Jammers

Der mittelalterliche Choral

Art und Herkunft

Der Leser wird vielleicht zunächst vermuten, daß mit dem »mittelalterlichen Chorale« der gregorianische Gesang gemeint ist, obwohl diese Bezeichnung keineswegs üblich wäre. Er würde dabei von der Annahme ausgehen, dass der gregorianische Choral im Mittelalter, genauer im frühen Mittelalter, entstanden ist. Diese Annahme trifft aber doch wohl nicht zu.

Karlheinz Stockhausen

Freiheit – das Neue – das Geistig-Geistliche

Am 26. Juli 1997 fand in der Augustinuskirche in Schwäbisch Gmünd die Uraufführung von Karlheinz Stockhausens Litanei 97 für Chor a cappella statt. Der Komponist wurde vom Organisator des Europäischen Musikfestes für geistliche Musik, Ewald Liska, eingeladen, vor der Uraufführung einführende Worte zu sprechen und an einem Gespräch mit dem Publikum teilzunehmen. ...