Musikästhetik, -philosophie

Moritz Kelber

Troubadix und der Kaiser. Zur bildlichen Darstellung von Klang und Stille

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Die Frage, wie Bilder klingen oder wie sich Klang in Bildern darstellen lässt, berührt die Grundfragen der bildenden Kunst und der Musik gleichermaßen. Wie visualisiert man den Klang einer Geschichte oder eines Geschehens im Bild? Fotografie, Grafik und Malerei erscheinen auf den ersten Blick nur eingeschränkt dazu geeignet zu sein, Musik und Klang zu beschreiben …

Christian Storch

Das Öffentliche im Privaten, das Private im Öffentlichen: Interrelationen und Interaktionen musikalischer Aufführungen im Modebad um 1800

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

In dem Beitrag soll es darum gehen, die in den Modebädern um 1800 bestehenden Räume und Formen musikalischer Praxis ob ihrer Kategorisierbarkeit in ›öffentlich‹ und ›privat‹ zu überprüfen, und es soll gezeigt werden, dass es außerhalb der einschlägigen Formate wie Opernaufführungen, Konzerten oder privaten Salons eine ganze Reihe kurtypischer Musizierformen gab, bei denen eine Unterscheidung in öffentlich oder privat a priori unmöglich ist …

Marios Joannou Elia

Zeitgenössische Musik im Kontext von Polyästhetik und Polymedialität

Die gegenwärtige Situation fachübergreifenden Komponierens und die Suche nach »neuen« Musiktheaterkonzepten, die an die Grenzbereiche des Musiktheaters vorstoßen, bilden den Ausgangspunkt des vorliegenden Aufsatzes. Die Frage ist, wie die Musikästhetik von zeitgenössischen Kompositionen in einem polymedialen Kontext zu betrachten ist …

Wolfgang Fuhrmann, Katharina Hottmann

Einführung zum Symposion »Musik zwischen Privatheit und Öffentlichkeit. Zur musikhistorischen Relevanz einer soziologischen Kategorisierung« der Fachgruppen »Soziologie und Sozialgeschichte der Musik« und »Frauen- und Genderstudien«

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Die hier versammelten Beiträge dokumentieren eine gemeinsame Arbeitstagung der Fachgruppen Soziologie und Sozialgeschichte der Musik und Frauen- und Genderstudien, die zu Beginn der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung in Halle 2015 vor zahlreich erschienenem Publikum stattgefunden hat.

Benedikt Leßmann

Gregorianische Couleur in der französischen Oper des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Die Dritte Republik (1870–1940) gilt mit Recht als eine Zeit, in der sich Frankreich zunehmend hin zum Laizismus, zur Trennung von Kirche und Staat, bewegt. Dies wird deutlich an gesetzgeberischen Maßnahmen wie den Lois Jules Ferry zur Schulbildung (1880–1882), die religiöse Neutralität der Schulen vorschreiben, oder dem Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat von 1905 …

Thomas Glaser

Zu René Leibowitz’ Auseinandersetzung mit Rudolf Kolischs Aufsatz »Tempo and Character in Beethoven’s Music«

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Während René Leibowitz’ Hauptschriften der 1940er Jahre zur Wiener Schule um Arnold Schönberg Eingang in die Fachforschung gefunden haben und Leibowitz’ Stellung innerhalb der europäischen musikalischen Avantgarde bis Anfang der 1960er Jahre aufgearbeitet wurde, harren seine Publikationen zum Themenfeld musikalische Interpretation ebenso wie die von ihm geleiteten musikalischen Produktionen bisher einer ausführlichen Untersuchung …

Julia Zupancic

Geehrt, gefürchtet, missverstanden. Theodor W. Adorno im Spiegel der westdeutschen Musikkritik (1949–1961)

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Welches Bild von Adorno in der westdeutschen Musikkritik zwischen 1949 und 1961 vermittelt wird und inwiefern auch seine musikphilosophischen Ansichten im Feuilleton rezipiert werden, soll in diesem Aufsatz exemplarisch erörtert werden. Die Untersuchung basiert dabei auf der Auswertung von Zeitungsartikeln insbesondere im Kontext der Darmstädter Ferienkurse als einer zentralen Wirkstätte Adornos …

Anna Magdalena Bredenbach

Musikalische Analyse und ihre Figuren im historiographischen Kontext

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Musikgeschichte erzählt nicht nur von vergangenen Ereignissen, von historischen Daten und Fakten, sondern auch von musikalischen Phänomenen, die, zumindest teilweise, auch in der Gegenwart noch präsent sind. Dadurch wird Musikgeschichte zu einer hybriden Textart, die – wie es Carl Dahlhaus auf den Punkt gebracht hat – zugleich Dokumente der Vergangenheit und ästhetische Ereignisse der Gegenwart behandelt …

Lucille Lisack, Julie Oleksiak

Weltmusik, zeitgenössische Musik, Tonschöpfung: Kategorien der Musik und Teilbereiche der Musikwissenschaft

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Mit unserem gemeinsamen Vortrag wollen wir die INTRAdisziplinären Ansätze der Musikforschung am Beispiel unserer eigenen Feldforschungen thematisieren. Dadurch wollen wir zeigen, wie Forschungen, die Musik in unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, sich gegenseitig bereichern können …

Jan Hemming

Einführung zum Symposion »INTRAdisziplinäre Ansätze der Musikforschung« der Fachgruppe »Systematische Musikwissenschaft«

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Die von Guido Adler vor rund 130 Jahren getroffene Unterscheidung zwischen Historischer Musikwissenschaft, Systematischer Musikwissenschaft und »Musikologie (Untersuchung und Vergleichung zur ethnographischen Zwecken)« ist so alt wie bewährt. Sie war und ist Grundlage für ein nur durch entsprechende Spezialisierung mögliches, erfolgreiches Arbeiten in der Musikwissenschaft. Aktuell finden sich aber zunehmend sowohl alternative Spezialisierungen …