Musiksoziologie

Qasim Hassan

Zum Jodelgut in der südirakischen Region

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Mit Jodeln werden in diesem Aufsatz Naturjodelformen gemeint, die in der südirakischen Region als eine Kommunikationsform von Mensch zu Mensch oder von Mensch zu Tier, als Teil eines Volksliedes oder als eine schamanische Technik zur Geistervertreibung gebraucht werden. Der Schatz an diesem Naturjodel wurde bisher weder wissenschaftlich erforscht noch dokumentiert …

Natalia Nowack

Soziologische Ästhetik als Denkmodell zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Der Begriff »soziologische Ästhetik« wurde am Ende des 19. Jahrhunderts für den Umgang mit der Kunsterfahrung der Moderne geprägt und bald darauf bei der Lösung anderer Aufgaben weiterverwendet. Die sich unter diesem Begriff entwickelnden geisteswissenschaftlichen Tendenzen markierten den Beginn einer besonderen Denkweise, die später als kultursoziologische bezeichnet wurde …

Rebekka Sandmeier

Universitäre Musikausbildung und Musikwissenschaft in Südafrika: Vor und nach dem Ende der Apartheid

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Im Jahr 1994 fanden in Südafrika die ersten freien Wahlen statt. Zur gleichen Zeit erfolgte auch ein gewaltiger Umbruch in der Gesellschaft. Der folgende Beitrag befasst sich mit den Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Veränderungen in der universitären Musikausbildung und in der Musikwissenschaft.

Martha Brech

Privates Musizieren heute

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Mit der rasanten Verbreitung des Rundfunks in Deutschland in den 1920er-Jahren kamen auch mahnende Beiträge zu den möglichen Folgen auf, die sich durch die nun fast ständig verfügbare Musik ergeben könnten. Neben der zukünftigen Arbeitslosigkeit von Berufsmusikern fürchtete man den Niedergang des privaten Musizierens und des Erlernens von Musikinstrumenten ganz allgemein …

María del Mar Alonso Amat, Andreas Meyer

Musikausstellungen: Museumsanalytische und ethnographische Untersuchungen

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Mit dem vorliegenden Artikel präsentieren wir erste Einblicke in ein auf mehrere Jahre angelegtes Projekt zur »Vermittlung und Rezeption musikalischer Themen im Museum«, in dessen Verlauf wir eine Reihe von Musik-Museen in verschiedenen Ländern besuchen …

Theresa Bernhard

Musikalische Praxis im Diskurs symbolischer Herrschaft und die Bedeutung der DDR-Kulturpolitik als Sonderweg

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Der Beitrag widmet sich der Thematik des Symposiums »Macht – Wissen – Widerstand: Musik als Ideologem?« über die Bedeutung von musikalischer Praxis als Bestandteil von Herrschaftsordnungen und Machtbeziehungen …

Sebastian Biesold, Philipp Kreisig

Jenseits des Gattungsdenkens: Musikdramatische Werke und Herrschaft im Alten Reich

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Der Beitrag widmet sich der Untersuchung von Musik-Macht-Komplexen im Zusammenhang mit Wissen aus Sicht der im Alten Reich ausgeübten Fürstenherrschaft. Dabei ist Herrschaft als legitimierte Macht aufzufassen, deren juristische Grundlage im Kern über den gesamten Zeitraum der Existenz des Reiches (800–1800) weitgehend unverändert blieb …

Gerd Grupe

Computergestützte Forschungsmethoden in der Ethnomusikologie am Beispiel des Projekts »Virtual Gamelan Graz«

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Computergestützte Verfahren werden in der ethnomusikologischen Forschung bereits seit geraumer Zeit eingesetzt. Neben offensichtlichen Anwendungsgebieten wie Klang- und Timing-Analysen, hier insbesondere zum Mikrotiming in der Aufführungspraxis bestimmter Genres, deren Groove nicht durch eine strikt isochrone Zeitgliederung gekennzeichnet ist, sind es vor allem gezielte Hörexperimente, bei denen technische Hilfsmittel eine zentrale Rolle spielen …

Beate Kutschke

Wann und warum ist Musik Ideologem? Vier Thesen aus semiotischer Perspektive

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Das musikwissenschaftliche Forschungsfeld, das mit den Labels »Musik und Politik«, »politische Musik« oder »politisch engagierte Musik« bezeichnet wird, konstituierte sich um 1970, nach dem Höhepunkt der Studenten- und Protestbewegungen Ende der 1960er Jahre. Der Terminus »politische Musik« oder »politisch engagierte Musik« artikulierte dabei die Vorstellung, dass bestimmte musikalische Stilistiken oder Genres – eben diejenigen, die als »politische« oder »politisch engagierte Musik« bezeichnet wurden – mehr als andere dazu geeignet seien, politische Positionen »zum Ausdruck« zu bringen oder ihnen zur Durchsetzung zu verhelfen …

Jochen Kaiser

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Eine empirische Studie zum ästhetischen Erleben dieser Musik in der Weihnachtszeit 2015/16

Die vorliegende explorative Studie über die ästhetische Wahrnehmung in einem Konzert des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach umfasst einen quantitativen und einen qualitativen Teil, die durch eine qualitative Inhaltsanalyse aufeinander bezogen werden. Im vorliegenden Artikel wird hauptsächlich der quantitative Teil, mit einigen offenen Fragen, ausgewertet …