Musiktheorie

Martin Pfleiderer, Wolf-Georg Zaddach, Klaus Frieler

Pitch class hierarchies in Miles Davis’ »So What«: Reconsidering modal jazz improvisation with computer-based analysis tools

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

In this paper, we investigated pitch class hierarchies in modal jazz improvisation within a case study of the solos and bass lines of »So What«. We were able to show that the tones played by Davis, Coltrane, and Adderley, as well as by Chambers, could be described as pitch class hierarchies …

Yoko Maruyama

Beethoven und seine Zeitgenossen: eigene Kreativität versus kompositorische Anregungen

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Beethoven als ein Originalgenie zu betrachten, hat in der Forschungsgeschichte eine lange Tradition. Die bisherige Tendenz der Beethoven-Forschung, hauptsächlich seinen Personalstil zu untersuchen und diesen nur selten mit denjenigen anderer Komponisten zu vergleichen, liegt wohl dieser Auffassung zugrunde. Der vorliegende Beitrag wird am Beispiel von Paul Wranitzky die kompositorischen Beziehungen zwischen Beethoven und seinen Zeitgenossen nachweisen und damit ein erneutes kritisches Überdenken des ideologischen Denkschemas der Wiener Trias anregen …

Desiree Mayer

Beethoven als Vorbild: Das Ostinato als Höhepunktgestaltung in Anton Bruckners Symphonien

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Wie funktionieren Steigerungspassagen in Symphonien? Wie kann ein Komponist unterschiedliche formale Teile gliedern und sie sinnvoll aneinander knüpfen? Eine mögliche Antwort lautet: mittels eines Ostinatos. Ein Ostinato kann im symphonischen Satz auf vielfältige Weise eingesetzt werden …

Anna Magdalena Bredenbach

Musikalische Analyse und ihre Figuren im historiographischen Kontext

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Musikgeschichte erzählt nicht nur von vergangenen Ereignissen, von historischen Daten und Fakten, sondern auch von musikalischen Phänomenen, die, zumindest teilweise, auch in der Gegenwart noch präsent sind. Dadurch wird Musikgeschichte zu einer hybriden Textart, die – wie es Carl Dahlhaus auf den Punkt gebracht hat – zugleich Dokumente der Vergangenheit und ästhetische Ereignisse der Gegenwart behandelt …

Christof Weiß, Rainer Kleinertz, Meinard Müller

Möglichkeiten der computergestützten Erkennung und Visualisierung harmonischer Strukturen – eine Fallstudie zu Richard Wagners »Die Walküre«

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

In diesem Artikel versuchen wir anhand eines konkreten Beispiels zu skizzieren, inwiefern informatische Methoden gewinnbringend im Bereich der Musikwissenschaft eingesetzt werden können und inwiefern umgekehrt musikwissenschaftliche Fragestellungen zu neuen Herausforderungen in der Informatik führen.

Lucille Lisack, Julie Oleksiak

Weltmusik, zeitgenössische Musik, Tonschöpfung: Kategorien der Musik und Teilbereiche der Musikwissenschaft

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Mit unserem gemeinsamen Vortrag wollen wir die INTRAdisziplinären Ansätze der Musikforschung am Beispiel unserer eigenen Feldforschungen thematisieren. Dadurch wollen wir zeigen, wie Forschungen, die Musik in unterschiedlichen Perspektiven untersuchen, sich gegenseitig bereichern können …

Max Haas

Schrift als Macht

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Das Thema meines kurzen Beitrags ist zweifach angelegt. Es bezieht sich erstens auf eine übliche Auslegeordnung im Fach Musikwissenschaft, und zwar auf den Umstand, dass Musikgeschichte sich mit Notiertem beschäftigt, und das so ausschließlich, dass Übersichtsdarstellungen der Musikgeschichte in der Regel mit den Neumen und mit Schriften im Gefolge dieser Neumen beginnen …

Clemens Kühn

Zu Bedingungen musikalischer Analyse. Eine Gedankenkette durch ein Labyrinth

Beitrag zur Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung Halle/Saale 2015 – »Musikwissenschaft: die Teildisziplinen im Dialog«

Es macht einen großen Unterschied, ob Komponisten, Historiker, ausführende Musiker oder Musikpädagogen ein Werk anschauen, weil ihre Erkenntnisinteressen voneinander abweichen und sie dadurch jeweils andere Ausschnitte einer Musik in den Blick nehmen. Also liegt es nahe, dass Analysen multiperspektivisch verfahren sollten, um der musikalischen Vielschichtigkeit gerecht zu werden …

Felix Gabriel Steiner

Heinrich Christoph Kochs Versuch einer Anleitung zur Composition im Spiegel der zeitgenössischen Kompositionslehren

Innerhalb der Forschung zur Musikgeschichte der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gilt es inzwischen als selbstverständlich, dass Heinrich Christoph Koch zu den herausragenden Musiktheoretikern der Zeit zählt. Eine Auseinandersetzung mit seiner Kompositionslehre ist für das analytische Verständnis der mit dem Begriff des »klassischen Stils« charakterisierten Musik dieser Epoche unerlässlich. Dieses Buch beschäftigt sich mit Kochs großer theoretischen Schrift …

Hans Heinrich Eggebrecht

Ad organum faciendum

Lehrschriften der Mehrstimmigkeit in nachguidonischer Zeit

Die vorliegende Arbeit behandelt jene Gruppe von Organum-Traktaten, in deren Mittelpunkt der Prosateil des bekannten sogenannten Mailänder Traktats steht ...